matrixmann (
matrixmann) wrote2018-07-20 12:00 pm
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Erinnerung
Originally posted by
matrixmann at Erinnerung
Mythos vom Widerstand.
Graf von Stauffenberg.
Die drohende Niederlage auf allen Fronten und Verlust von persönlichen Privilegien führte zu dem Beschluss, dass die dilettantische Führung liquidiert werden muss.
Myth about resistance.
Graf von Stauffenberg.
The threat of defeat on all fronts and possible loss of personal privileges lead to the decision that the dilettantish acting leader must be liquidated.
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Mythos vom Widerstand.
Graf von Stauffenberg.
Die drohende Niederlage auf allen Fronten und Verlust von persönlichen Privilegien führte zu dem Beschluss, dass die dilettantische Führung liquidiert werden muss.
Myth about resistance.
Graf von Stauffenberg.
The threat of defeat on all fronts and possible loss of personal privileges lead to the decision that the dilettantish acting leader must be liquidated.
no subject
Tatsächlich hatte Willy Brandt die Ostgrenze bereits Anfang der 70er anerkannt. Auch dafür wurde er von vielen gehasst.
Im Grundgesetz selbst wurde die Frage allerdings offen gelassen und tatsächlich erst mit den 2+4-Verträgen völkerrechtlich verbindlich auf die Ostgebiete verzichtet - wen wundert's?
no subject
Aber, mal davon ausgegangen, dass das so war - denk doch mal übers Detail nach.
"Sowjetische Besatzungszone" - warum redet gerade ein solches Hetzblatt wie die Bild so davon?
Da schwebt doch auch im Unterton mit "eigentlich gehört das uns, da sitzen derzeit nur böse Sowjets drauf...". Und "Mitteldeutschland" ist schon ein regelrecht vereinnahmender Begriff, nach dem Motto "das gehört auch zu uns, obwohl da eine Grenze steht".
- Edit: Mal nachgeschlagen, den Begriff gibt es noch weit länger, etabliert hat es sich aber nochmals in der Vergangenheit im Sprachgebrauch durch die Vertriebenenverbände, für die es eben "die Mitte" Deutschlands darstellte, aus deren Sicht - mit Deutschland in den Grenzen von vor dem Krieg.
Geht also in die Richtung wie ich mir das schon gedacht hatte... Sagt eigentlich sehr gut was über die gedankliche Haltung der Bild in der Zeit aus und über diejenigen, deren Sprachrohr sie auch noch heute sind...
Das war keine Staatenanerkennung, das war eine Anerkennung "uns wurde da was geklaut, was wir wieder haben wollen!".
Warum Genscher das Angebot von Jelzin dann abgelehnt hatte, wer weiß. Vielleicht hätte das aber auch erneut noch mal Probleme mit Polen gegeben!
Nebenbei bemerkt: In Polen wurde die Jahrzehnte zuvor vieles an Mittel investiert, damit sie sich dem westlichen Kreis anbiedern, um den Sowjetblock langsam aufzuweichen.
Wären da jetzt die Deutschen wieder gekommen und hätten den Polen Gebiete weggenommen - na, ich denke, du kannst dir vorstellen, welches Gewitter dann losewesen wäre... Erst schielt Polen in Richtung Westen, und dann tritt sie der Westen noch einmal kolossal in den Arsch. Eine bessere Werbung mit "ihr wart nur Mittel zum Zweck, eigentlich wollen wir euch nicht" hätte es an der Stelle wohl kaum gegeben.
Das konnte man an der Stelle wohl kaum gebrauchen...
Brandt ist eigentlich auch vorn und hinten eine konstruierte und keine ehrliche Nummer.
Weißt du, warum er wahrscheinlich Kanzler werden durfte? Er war mal in den 50ern Bürgermeister von Berlin-West. Hatte also "Feindberührung" gehabt, und das in den schlimmsten Jahren, die die Hauptstadt erlebt hat.
Anschließend gab es auch aus dem Hintergrund in dieser Zeit die Strategie des "Wandel durch Annäherung", zu deutsch: "Wir kriegen auch nicht mit Gewalt kaputt, also versuchen wir's auf die subtile Tour."
Und das, was da im Hintergrund stattfand, war von vorn bis hinten durchorchestriert. Es war eine Strategie mit einem bestimmten Ziel, und Brandt hat man sich als Galionsfigur dazu geschnappt, weil man einem Alt-Nazi-CDU-Schergen wohl kaum die Nummer abgekauft hätte.
Brandt musste vielleicht nicht einmal sehr viel schauspielern, weil seine persönliche Meinung nicht zu sehr von dem abwich, was er dort verkaufen sollte. Er hat aber, nichtsdestotrotz, für das System hinter ihm seine Aufgabe zur Zufriedenheit erfüllt. Ganz von allein.
Zugeständnisse, die in der Zeit gemacht wurden, waren Teil einer größeren Strategie und nicht ehrlich. Schließlich hat man sie danach ja auch nicht beibehalten in der selben Akkuratheit.
Diejenigen, die sich über irgendwas in der Zeit gemachte beschwerten, sie waren nur nicht Teil der Strategie, keine Insider, dass sie wussten was los ist und dass sie wussten, das sind nur Lippenbekenntnisse, um sich beim Osten und bei der CCCP einzuschleimen, nichts ernsthaftes.