Wirklich sehr gut geschrieben und erkannt. Ich finde, Identitätspolitik ja eine unzulässige Reduzierung von Menschen auf ein einzelnes oder eine kleine zusammengehörende Gruppe von Merkmalen. So etwas ist immer gefährlich. Es kann helfen, eine Position zuzuspitzen und zu zum Kern einer Sache vorzustoßen, die Identitätspolitik vergißt aber, daß die Leute nicht nur "White Supremacists" oder "SJW" sind, sondern auch Rollen als Arbeitnehmer, Familienmitglieder, evtl. über Hobbies etc. wahrnehmen und in dieser Mischung kaum noch greifbar sind. Die meisten Charakterzuschreibungen sind dann nur noch Clichées - süß beispielsweise die postmodernen Feministinnen, die Heidis Hungerhaken schauen etc. Wie Du eben sagst: zu behaupten, ein Merkmal (wie Hautfarbe oder sexuelle Orientierung) definiere die Person ist Quatsch. Es kann so sein - aber das wären dann arme Gestalten und wohl rechte Ausnahmen. Meistens sind das nur "Verkaufsargumente" wie der BMI kleiner 17 bei Heidis Hungerhaken - ein Merkmal unter vielen
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Date: 4 July 2020 01:25 pm (UTC)Ich finde, Identitätspolitik ja eine unzulässige Reduzierung von Menschen auf ein einzelnes oder eine kleine zusammengehörende Gruppe von Merkmalen. So etwas ist immer gefährlich. Es kann helfen, eine Position zuzuspitzen und zu zum Kern einer Sache vorzustoßen, die Identitätspolitik vergißt aber, daß die Leute nicht nur "White Supremacists" oder "SJW" sind, sondern auch Rollen als Arbeitnehmer, Familienmitglieder, evtl. über Hobbies etc. wahrnehmen und in dieser Mischung kaum noch greifbar sind. Die meisten Charakterzuschreibungen sind dann nur noch Clichées - süß beispielsweise die postmodernen Feministinnen, die Heidis Hungerhaken schauen etc.
Wie Du eben sagst: zu behaupten, ein Merkmal (wie Hautfarbe oder sexuelle Orientierung) definiere die Person ist Quatsch. Es kann so sein - aber das wären dann arme Gestalten und wohl rechte Ausnahmen. Meistens sind das nur "Verkaufsargumente" wie der BMI kleiner 17 bei Heidis Hungerhaken - ein Merkmal unter vielen