Nicht nur die Deutschen sind so ... wir haben doch irgendwie alle eingetrichtert bekommen, dass nur, wer arbeitet, etwas wert sei. Und dann wird auch noch die Art der Arbeit definiert: Am besten "meiner Hände Arbeit", Ärzte, Kaufleute etc. gehen auch noch. Aber Künstler zum Beispiel arbeiten wieder nicht. Was meinst Du, wie überrascht ich war, als ich mal bei meinem damaligen Sänger war und seine Frau meinte "Ich will Euch ja nicht bei der Arbeit stören, aber ..." - bei mir zuhause wäre niemand auf die Idee gekommen, Proben mit Arbeit gleichzusetzen. Arbeit muss eben wehtun?
Andererseits gibt es notwendige Aufgaben und die sollte man auch durchaus ernst nehmen. Aufgaben für die Gemeinschaft, aber auch für sich selbst.
Und in diesem Spannungsfeld ist der entsolidarisierte Mensch hilflos den Ausbeutern überlassen.
Dass bestimmte Begriffe, wie zum Beispiel der Eigentumsbegriff, durchaus berechtigt hinterfragt werden könnten, kommt uns westlich geprägten Menschen gar nicht in den Sinn. Meine vollste Zustimmung zu dem Blog!
Als Anmerkung lediglich: Dass es mehr Menschen als Arbeit für sie geben würde und wir darum immer kürzer arbeiten würden dachte man schon in den 70ern. Und eine Weile forderten die Gewerkschaften auch Arbeitszeitverkürzungen. Dass sich das nicht durchgesetzt hat und tatsächlich die Arbeitszeit eher gestiegen ist hat viele Ursachen. Ist aber leider Tatsache ...(ich glaube, in DE arbeiten die Leute im Schnitt 48 Stunden die Woche. Und liegen damit in Europa knapp über dem Schnitt.)
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Date: 8 March 2013 11:39 am (UTC)wir haben doch irgendwie alle eingetrichtert bekommen, dass nur, wer arbeitet, etwas wert sei. Und dann wird auch noch die Art der Arbeit definiert: Am besten "meiner Hände Arbeit", Ärzte, Kaufleute etc. gehen auch noch. Aber Künstler zum Beispiel arbeiten wieder nicht.
Was meinst Du, wie überrascht ich war, als ich mal bei meinem damaligen Sänger war und seine Frau meinte "Ich will Euch ja nicht bei der Arbeit stören, aber ..." - bei mir zuhause wäre niemand auf die Idee gekommen, Proben mit Arbeit gleichzusetzen.
Arbeit muss eben wehtun?
Andererseits gibt es notwendige Aufgaben und die sollte man auch durchaus ernst nehmen. Aufgaben für die Gemeinschaft, aber auch für sich selbst.
Und in diesem Spannungsfeld ist der entsolidarisierte Mensch hilflos den Ausbeutern überlassen.
Dass bestimmte Begriffe, wie zum Beispiel der Eigentumsbegriff, durchaus berechtigt hinterfragt werden könnten, kommt uns westlich geprägten Menschen gar nicht in den Sinn.
Meine vollste Zustimmung zu dem Blog!
Als Anmerkung lediglich: Dass es mehr Menschen als Arbeit für sie geben würde und wir darum immer kürzer arbeiten würden dachte man schon in den 70ern. Und eine Weile forderten die Gewerkschaften auch Arbeitszeitverkürzungen. Dass sich das nicht durchgesetzt hat und tatsächlich die Arbeitszeit eher gestiegen ist hat viele Ursachen. Ist aber leider Tatsache ...(ich glaube, in DE arbeiten die Leute im Schnitt 48 Stunden die Woche. Und liegen damit in Europa knapp über dem Schnitt.)